Iyengar® Yoga


>> Yoga ist eine Kunst, eine Wissenschaft und eine Philosophie.
Es berührt das Leben des Menschen auf jeder Ebene:

Körperlich, geistig und spirituell. <<
(B.K.S. Iyengar)

Yoga ist ein universelles System und steht allen offen

Yoga ist ein Weg der Vereinigung des Menschen mit sich selbst und lässt sich in seinen Ursprüngen über mehrere 1.000 Jahre zurückverfolgen. Ziel des Yoga ist es den Menschen durch intensive körperliche, emotionale und geistige Schulung einen Weg zum äußeren und inneren Frieden zuweisen. In allen seinen Ausprägungen geht es im Grundsatz um die Entwicklung von Freiheit.


Im Hatha Yoga wird der Körper als Tempel der Wahrheit, des Wissens und der Erfahrung betrachtet. Die Arbeit an ihm ist nach B.K.S. Iyengar die Methode, durch die der unruhige Geist beruhigt und die Energie in schöpferische Bahnen gelenkt wird. Durch regelmäßiges Praktizieren unterschiedlichster Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayama) wird es den Übenden ermöglicht, eingeschriebene Lebensmuster zu überwinden, stabile Gelassenheit zu entwickeln und tiefer in die Schichten des eigenen Selbst vorzudringen.

Körperhaltungen und Atemtechniken

Iyengar® Yoga betont die Entwicklung von Kraft, Standfestigkeit und klarer Körperausrichtung im Zusammenspiel mit Flexibilität, Balance und Entspannung. Im Zentrum stehen die Körperhaltungen (Asanas), die in unterschiedlichen Sequenzen mit verschiedenen Schwerpunkten geübt werden. Hinzu kommen Atemtechniken (Pranayama), durch welche die Lebensenergie auf einer feinstofflicheren Ebene wahrgenommen und gelenkt werden kann.

Grundlage für die meisten Asanas im Iyengar® Yoga sind die Stehhaltungen. Außerdem werden Vorwärtsbeugen und Drehungen, Rückbeugen, Umkehrstellungen und regenerative Haltungen geübt.

Konzentration und Meditation

Die Methode, die fordernd und kraftvoll zugleich ist, zeichnet sich durch genaue Arbeit am Körper aus und führt zu tiefer Konzentration. Einzelne Stellungen werden dabei bewusst gehalten, um ihre Wirkung intensiver wahrnehmen und gestalten zu können. Der Körper wird durch die präzise Ausrichtung in allen Bereichen gekräftigt und in ein neues Gleichgewicht gebracht. Das detaillierte Arbeiten verleiht dem Üben, das zunächst nur aus dem Einnehmen einer vorgegebenen äußeren Form besteht, eine innere Dynamik. So wird jede Haltung zu einem den ganzen Menschen erfassenden Geschehen, zu einer Meditation in Bewegung.

Hilfsmittel

Beim Üben von Iyengar® Yoga werden Hilfsmittel verwendet. Ihre gezielte Entwicklung durch B.K.S. Iyengar revolutionierte die Kunst des Yoga. Asanas können mit Hilfe von Wänden, Klötzen, Gurten oder auch Stühlen unterstützt eingenommen und so in all ihren Aspekten erforscht und erfahren werden.

Physische Einschränkungen, die körperliche Konstitution wie auch das Alter der übenden Menschen spielen somit eine untergeordnete Rolle, da die Asanas in unterschiedlichen Variationen durchgeführt werden können.
Iyengar® Yoga ermöglicht so auch im Gruppenunterricht einen individuellen Zugang auf die konkreten Bedürfnisse der Übenden.

 >> Nach der Yogapraxis ist der Geist ruhig und passiv. <<

(B.K.S. Iyengar)

Yoga schafft ein harmonisches Gleichgewicht

  • Yoga stärkt den Körper, kräftigt Muskeln, Gewebe, Bänder und Gelenke. Verspannte Bereiche des Körpers werden beruhigt und entspannt.  Du gewinnst durch die Yogapraxis Aufmerksamkeit und deine Körperhaltung verbessert sich.
  • Yoga unterstützt die physiologischen Abläufe im Organismus. Asanas regen den Stoffwechsel, das Lymphsystem und den Hormonhaushalt an. Organe und Drüsen werden vermehrt durchblutet, angeregt und gereinigt.
  • Yoga beruhigt die Atmung und kräftigt die Nerven. Der Atem verbindet Körper und Geist - er ist das Bindeglied zwischen Vorgängen im Körper und geistigen Prozessen. Du wirst klar und gelassen. Der Alltagsstress nimmt dich weniger mit.

Svastha - Gesundheit im Selbst begründet

Svastha bedeutet im eigenen Selbst zu verweilen. Dieser Begriff von Gesundheit geht sehr in die Tiefe. Die Kraft und Fähigkeit zur Heilung liegt im eigenen Inneren. Keine Medizin von außen hat eine ähnlich starke Wirkung wie das Heilungspotential, das in jedem Menschen angelegt ist. Im Yoga entwickeln sich Bewusstsein und Achtsamkeit in jeder kleinen Handlung; sie fördern die Intuition und lassen den Menschen erkennen, was er braucht, um sich auf allen Ebenen gesund zu fühlen.

Angesichts zahlreicher positiver Fallberichte von Ärzten und Therapeuten haben Wissenschaftler ihre Berührungsängste überwunden und ihre Studien inzwischen auf das Gebiet der altindischen Körperkunst ausgedehnt. Forscher vermuten, dass ein Wechselspiel verschiedener biologischer Faktoren Yoga sein breites Wirkungsspektrum verleiht.  Mittlerweile gibt es über 2.000 Veröffentlichungen zu diesem Thema.

Bei bis zu 80% aller Krankheiten sind Stress und ein damit verbundener ungesunder Lebensstil ursächlich oder zumindest beteiligt. Als Folge daraus können Depression, Angst, Sucht, chronische Entzündungen, Darmerkrankungen, Arthritis und ein erhöhter Blutzuckerspiegel entstehen. Studien belegen, dass Yoga auf das autonome Nervensystem wirkt und nachweislich den Spiegel von Stresshormonen im Blut senkt. Stress lässt sich durch nichts so gut besänftigen wie durch Meditation, Atemtechnik und Körperübungen.